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Keramikmuseum Westerwald Lindenstraße 13 56203 Höhr-Grenzhausen
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DOKUMENTATIONSZENTRUM KERAMIK und KERAMIKMUSEUM WESTERWALD laden herzlich ein zu einem VORTRAG anlässlich des
INTERNATIONALEN MUSEUMSTAGES unter dem Motto: "Welt im Wandel - Museen im Wandel" "Museums in a Changing World" - "New Challanges - New Inspiration"
SONNTAG - 20. MAI 2012 16:00 Uhr
Christoph Kühne M.A. Universität Göttingen Seminar für Ur- und Frühgeschichte
"Steinzeug Westerwälder Art des 17. Jahrhunderts in Britisch-Nordamerika am Beispiel der Kolonie Virginia"
Die Besiedlungsgeschichte des nordamerikanischen Kontinents, eines der faszinierendsten Arbeitsgebiete der Geschichtswissenschaft, aber auch der Frühneuzeitarchäologie, hat seit jeher die Phantasie der in der Heimat zurückgebliebenen Europäer beflügelt.
Genährt von Reisebeschreibungen und inspiriert durch erste bildliche Zeugnisse, baute sich über 200 Jahre ein geradezu mystisch-paradiesisches Bild der Neuen Welt auf, das maßgeblich zum Massenexodus hunderttausender Auswanderer aller europäischer Länder im 19. Jahrhundert beitrug, die sich in der unbekannten Ferne ein besseres Leben erhofften und es zum Teil auch fanden.

Abbildung: Kugelbauchkrug von Mount Vernon, dem Landsitz von George Washington (Westerwald oder Raeren, um 1700) Foto: Becky Garber, Mount Vernon
Der dahinter stehende Kulturtransfer, hier eines Teilaspektes der materiellen Kultur - des Steinzeugs Westerwälder Art -, ist Gegenstand dieses Vortrags. Basis dafür bildet der mit weit über 3000 Fragmenten größte Fundkomplex aus Steinzeug Westerwalder Art des 17. Jahrhunderts in den Vereinigten Staaten, welcher aus der Stadtwüstung Jamestown "New Town" (1620 - 1698) in Virginia vorliegt und der seit 2009 vom Referenten in Kooperationmit dem US-Nationalparkservice und der staatlichen Denkmalbehörde katalogisiert wird.
Der Eintritt ist frei, um eine Spende zugunsten der Veranstalter wird gebeten.
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